Städtische Beerdigungen: Möglichkeit zur Erinnerung geben

Städtische Beerdigungen: Möglichkeit zur Erinnerung geben

Frank Hamann legt Prüfauftrag vor: Bei von der Stadt veranlassten Beerdigungen soll die Möglichkeit einer Namensnennung am Urnengrab untersucht werden.

Bereits 2019 hatte die Linksfraktion im Rat die Mehrheit für ihren Antrag bekommen, bei anonymen Urnenbeisetzungen, die durch die Stadt beauftragt werden, weil es keine Angehörigen gibt, die Namen für die Aussegnungszeremonien zu veröffentlichen, so dass Bekannte daran teilnehmen können.

Frank Hamann, Vorsitzender der Flensburger Linksfraktion, möchte nun durch einen Prüfauftrag untersuchen lassen, ob darüber hinaus auch die Namen der Beigesetzten am oder nahe beim Urnengrab genannt werden können. Dazu schlägt er eine Arbeitsgruppe vor, die die Möglichkeiten und Kosten dafür untersucht und danach dem Ausschuss für Einwohner*innen, Schutz und Ordnung (ASO), in dem Frank Hamann den Vorsitz hat, zur Abstimmung vorlegt.

Der Flensborg Avis sagte Frank Hamann: „Für uns ist es wichtig, dass Menschen, um deren Beerdigung sich niemand kümmern kann, ebenso wie alle Anderen ja Einwohner*innen Flensburgs waren und eine Gleichbehandlung für nachfolgende Trauer und Erinnerung bekommen sollen.“ Nachbar*innen, Bekannte, Freund*innen und Arbeitskolleg*innen solle es so ermöglicht werden, die Grabstelle aufzusuchen, es sei denn, eine Anonymität war ausdrücklich gewünscht.

Die Stadt teilte Flensborg Avis mit, dass jährlich etwa 80 städtische Beisetzungen mit vorheriger Ankündigung durchgeführt werden. Dabei werden 10-15 Verstorbene gleichzeitig bestattet, und an den kleinen Abschiedszeremonien beteiligen sich jeweils rund 20 Menschen.